04. November 2026
„Für unser christlich-diakonisches Selbstverständnis bedeutet Vielfalt nicht nur anzuerkennen, sondern sie im Alltag konkret zu leben: mit Respekt, Offenheit und gleichen Chancen für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Lebensweise und Identität“, so Hannelore Rexroth, Geschäftsführerin der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE. Gemeinsam mit der Schwulenberatung Berlin GmbH und der g2 Organisationsentwicklung fand die Begehung zum Lebensort Vielfalt im AGAPLESION SCHWANTHALER CARRÈE in Frankfurt statt. Das Qualitätssiegel zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Natascha Gladden und Kristina Marquart von der Schwulenberatung GmbH in Berlin sowie Ilknur Özer Erdogdu von der g2 Organisationsentwicklung prüften u.a., ob in der Einrichtung (post-)migrantische, LSBTI* (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans- und Intergeschlechtlich) und andere Dimensionen der Vielfalt berücksichtigt werden. Hierfür sind in der Einrichtung verschiedene Nachweise zu erbringen. Schulungsnachweise, mehrsprachige Unterlagen, Sichtbarkeit nach außen und weitere Belege. Neben der Vor-Ort-Begehung gehört auch eine Befragung von Mitarbeiter:innen und Bewohner:innen zur realisierten Umsetzung im Pflegebereich. Die Befragung findet anonym statt und ist freiwillig.
Der Prozess der Zertifizierung hatte bereits einige Hürden, gleichzeitig aber auch vielfältige Unterstützungen erfahren. Auch der Mutterkonzern AGAPLESION gAG unterstützt jährlich mit Aktionen zum Diversity Day, Frauenförderung und Maßnahmen für Gewaltprävention.
Durch das wiederholte aufeinander einspielen im Projekt, im Team vor Ort sowie in den Qualifizierungsprozessen wurden neue Impulse für Weiterentwicklungen genutzt.
Das Ziel wurde dabei nie aus den Augen verloren. „Der Erhalt des Qualitätssiegels war und ist unser gemeinsames Ziel. Als Führungsteam haben wir zusammengearbeitet, um die Kriterien zu erfüllen“, so Tom Dörr, Diversitätsbeauftragter der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE, zu der das AGAPLESION SCHWANTHALER CARRÉE gehört.
Ergebnis der Begehung: Vieles ist erfüllt, manches darf noch nachgeliefert werden. Vor Ort ist man sehr zuversichtlich, das Siegel zu erhalten. „Wir haben ein sehr positives Feedback bekommen. Die noch offenen Punkte bearbeiten wir bereits“, so Sarah Pfeffer, Einrichtungsleitung.
Bildunterschrift : Einrichtungsleitung Sarah Pfeffer, Pflegedienstleitung Cornelia Sciborski, Natascha Gladden und Ilknur Özer Erdogdu bei der Begehung. Quelle: AGAPLESION MARKUS DIAKONIE