23. Mai 2026
Rund um den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai 2026 lädt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum ersten bundesweiten „Ehrentag“ ein. Der erste bundesweite „Ehrentag“ steht unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle.“.
Auch in der Langzeitpflege sind Ehrenamtliche unverzichtbar. Sie übernehmen die Dinge, für die im Alltag oftmals wenig Zeit bleibt. Ein langes Gespräch hier, ein kurzer Ausflug dort.
In der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE arbeiten verschiedene Ehrenamtliche und wirken teils auch in Projekten wie den Digitallots:innen mit.
Zwei von ihnen berichten über ihren Lebensweg und wie sie zum Ehrenamt gekommen sind.
Maria Richter ist seit 16 Jahren mit dem AGAPLESION HAUS SAALBURG verbunden. Dabei war die erste Begegnung nicht das Ehrenamt. Als Angehörige besuchte sie ihre Mutter, die im AGAPLESION HAUS SAALBURG lebte.
Nach dem Tod der Mutter entschied sie sich, als Ehrenamtliche im Haus tätig zu sein.
Ehrenamtliches Engagement begleitet Maria Richter bereits seit frühester Jugend. Geprägt durch das evangelische Mädchenwerk kam sie bereits in früher Jugend in Kontakt mit ehrenamtlicher Arbeit. Mit 14 Jahren war sie bereits im Bürgerhospital tätig und hat ehrenamtlich am Wochenende dort gearbeitet. In den 90ern war sie dann im Franziskushaus, welches sich damals schon um Menschen mit fortgeschrittener HIV-Symptomatik gekümmert hat. Eine Zeit, an die sie sich besonders gern zurückerinnert.
Im AGAPLESION HAUS SAALBURG richtet sie Geburtstagsfeiern mit aus, besucht Bewohner:innen auch im Krankenhaus, führt Gespräche und schaut, wo Nöte und Bedarfe sind. Auch im Heimbeirat engagiert sie sich seit 10 Jahren.
Wenn sie einen Rat hätte, dann den, dass mehr Menschen sich ehrenamtlich betätigen sollten.
Hasan Milani feiert im Juni seinen 91. Geburtstag. Trotz des mittlerweile gehobenen Alters besucht er jeden Tag die Bewohner:innen im AGAPLESION OBERIN MARTHA KELLER HAUS.
Im Iran geboren, in Paris gearbeitet und in den 60ern in Deutschland sesshaft geworden, durchlebte Hasan Milani verschiedene Höhen und Tiefen im Leben. Anfangs noch kein Deutsch sprechend, musste er es an der Volkshochschule lernen. „Als ich nach Deutschland kam, konnte ich genau drei Sätze. Wie ist das Wetter, der Tee ist gut und ich liebe dich“, erzählt er lachend.
Nach Abschluss des Berufslebens und einem einschneidenden Lebensereignis suchte er eine neue Perspektive im Leben. Im Tanzkurs gab seine Tanzpartnerin ihm dann den Tipp, dass er sich im Bürgermeister Gräf Haus als Ehrenamtler vorstellen könne.
Dort war er dann 9 Jahre tätig. 2014 startete Hasan Milani seine ehrenamtliche Tätigkeit im AGAPLESION OBERIN MARTHA KELLER HAUS. Er unterstützt bei Veranstaltungen wie dem Sonntagsbrunch, geht mit den Bewohner:innen spazieren, unterstützt bei der Essensausgabe und leistet den Bewohner:innen Gesellschaft. Anderen ein Lächeln zu schenken, macht ihn nach eigener Aussage glücklich. Gerade den älteren Menschen, die keine Besuche bekommen, schenkt er gerne seine Zeit.
Hannelore Rexroth, Geschäftsführerin der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE, ist froh über die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen. „Unsere Ehrenamtlichen schenken uns und unseren Bewohner:innen Zeit und Freude. Ein Geschenk, für das wir nicht genug danken können“.