21. April 2026
Medial wurden Teilzeitmodelle noch vor einiger Zeit teils emotional diskutiert. Begrifflichkeiten wie „Lifestyleteilzeit“ wurden geprägt.
Für die AGAPLESION MARKUS DIAKONIE gGmbH ist das Teilzeitmodell in der Ausbildung hingegen nicht neu.
Praxisanleiterin Christina Ehm ist von dem Teilzeitmodell überzeugt. „Gerade für junge Eltern, bei uns sind das oftmals Mütter, lässt sich so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser ermöglichen“.
Die in Vollzeit regulär absolvierte Ausbildung umfasst drei Jahre. Im ersten Lehrjahr gibt es ein Orientierungsjahr mit einem kontinuierlichen Wechsel zwischen schulischen und praktischen Phasen. Das zweite Lehrjahr umfasst die Praxiseinsätze in der ambulanten Pflege, der Pädiatrie, der Akutpflege im Krankenhaus und die stationäre Langzeitpflege in der Altenpflege. Im dritten und letzten Lehrjahr folgt dann noch ein Einsatz in der Psychiatrie sowie die Vertiefungseinsätze.
Damit all das auch in einem Teilzeitmodell möglich ist, wird die Ausbildungszeit auf vier Jahre verlängert. Die Auszubildenden arbeiten hierbei 25h pro Woche. Die reduzierte Stundenzahl wird von allen Praxisstellen mitgetragen.
„Wir arbeiten mit kooperierenden Pflegeschulen zusammen, die alle zwei Jahre eine Teilzeitausbildung ermöglichen“, so Christina Ehm.
Die aktuelle Altersstruktur der Auszubildenden in Teilzeit bewegt sich zwischen 30 und 50 Jahren. Was alle miteinander vereint, ist, dass sie junge oder schulpflichtige Kinder haben.
Damit Beruf und Familie miteinander „matchen“ werden den Auszubildenden in Teilzeit auch flexiblere Arbeitszeiten ermöglicht. So kann der Dienst auch zu einem späteren Zeitpunkt angetreten und Urlaube auch flexibler geplant werden.
Evelina Herbut, 34 Jahre alt, macht die Ausbildung im Teilzeitmodell. Sie startete im März mit einem Theorieblock. Aktuell absolviert sie ihren ersten praktischen Einsatz im AGAPLESION SCHWANTHALER CARRÉE. Parallel zur Ausbildung als Pflegefachfrau macht sie eine zweite Ausbildung zur Heilpraktikerin. „Als Mutter einer jungen Tochter habe ich durch das Teilzeitmodell mehr Zeit für das Lernen und die Familie“. An 5 Tagen pro Woche arbeitet sie von 08:30-13:30 Uhr. Die Ausbildung ist dabei ihr erster Kontakt zum Arbeitsfeld Pflege.