Frauen in der Pflege und warum ohne sie nichts läuft

08. März 2026

Frankfurt, 08. März 2026 – Am achten März wird der internationale Frauentag bereits zum 115. Mal gefeiert. In der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE prägen Frauen den Arbeitsalltag für eine moderne, zugewandte und diakonische Arbeit. Ihre Geschichten zeigen, was es bedeutet, Inklusion zu leben und Zukunft mitzugestalten.

Der Internationale Frauentag erinnert seit 115 Jahren an den Einsatz für Gleichberechtigung, Teilhabe und faire Arbeitsbedingungen von Frauen weltweit. Entstanden aus der internationalen Frauenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts, steht der 8. März bis heute für Mut, Veränderung und das Engagement, gesellschaftliche Strukturen aktiv zu gestalten. Unter dem Motto des Internationalen Frauentags 2026 – „Inspiring Inclusion“ – rückt in diesem Jahr besonders die Bedeutung von Sichtbarkeit, Vielfalt und gleichberechtigter Teilhabe in den Mittelpunkt.

Die Pflege, eine mehrheitlich von Frauen ausgeübte Tätigkeit, würde ohne Frauen nicht funktionieren. In der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE gGmbH ist die Arbeit auch historisch von Frauen geprägt. 
So sind es zu Beginn die Diakonissen, die hingabevoll die Pflegetätigkeit übernehmen.
Heute sind es keine Diakonissen mehr, die die Bewohner:innen pflegen. Geblieben ist mehrheitlich die Geschlechterverteilung in der Pflege. 
Dabei sind es immer Geschichten, die hinter starken Frauen stehen und die ihren Weg auch gegen verschiedene Widerstände gegangen sind. 

Im AGAPLESION SCHWANTHALER CARRÉE arbeitet Cornelia Sciborski seit vielen Jahren als Pflegedienstleitung. Überall nur als „Conny“ bekannt, setzt sie sich vor Ort für ein gleichberechtigtes Miteinander für alle ein. „Frauen stehen im Berufsleben immer wieder vor Herausforderungen. Als junge Mutter Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen, war nicht immer einfach. „Sie kennen die Dienstzeiten, wie und wo sie ihre Kinder unterbringen, ist ihr Problem". Dieser Satz aus früheren Zeiten blieb bis heute hängen. „Mir ist es daher wichtig, dass unsere Kolleginnen hier unterstützt werden und dieser immer noch herausfordernde Spagat bestmöglich von uns gewährleistet wird“.
Auf ihrem Weg in der Pflege prägten sie vor allem Nonnen, die ihr Güte, Nächstenliebe und Umsichtigkeit lehrten. Nach beruflichen Stationen im Krankenhaus, Psychiatrie und im ambulanten Pflegebereich kam die Freiberuflichkeit in der Altenhilfe, über die sie erstmals Kontakt zum AGAPLESION SCHWANTHALER CARRÉE bekam.  

Banice Feth kam 2010 nach Deutschland. Zu Beginn noch als Au-pair fand sie nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in einem Altenpflegeheim den Weg in die Pflege. Zu Beginn noch mit Sprachbarrieren und als Frau mit Migrationshintergrund war der Weg nicht immer einfach. „Verbaler Rassismus und auch das nicht ernst genommen werden, waren immer wieder eine große Herausforderung. Für mich war aber immer klar, dass ich mich davon nicht unterkriegen lasse.“ Direkt nach dem FSJ machte sie eine Ausbildung zur Altenpflegefachkraft und bestand diese mit einem guten Abschlusszeugnis. „Ich hatte einen hohen Ehrgeiz und wollte viel lernen“, so Banice Feth.
Nach der Ausbildung setzte sie ihren Weg im AGAPLESION HAUS SAALBURG fort. Eine Führungskraft erkannte schnell ihr Potential und förderte eine Weiterbildung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft. Schnell übernahm sie auch Führungsverantwortung und leitete den Demenzbereich. 2021 folgte dann die Stelle als Wohnbereichsleitung und eine Weiterbildung als Pflegedienstleitung. Und heute? Heute ist Banice Feth Wohnbereichsleitung und stellvertretende Pflegedienstleitung im AGAPLESION HAUS SAALBURG. „Durch meine Geschichte kenne ich die Herausforderungen als Frau und auch als Frau mit Migrationshintergrund. Mir ist es wichtig, alle meine Kolleg:innen dahingehend zu unterstützen, dass auch sie ihren Weg gehen können. 

„Es waren in der Vergangenheit starke und innovative Diakonissen, die diakonische Unternehmen aufgebaut haben, und auch heute ist unsere Arbeit durch das Wirken starker Frauen geprägt“, so Hannelore Rexroth, Geschäftsführerin der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE. Sie ist selbst bereits seit mehr als 25 Jahren bei AGAPLESION in leitender Funktion und engagiert sich auch in der Facharbeitsgemeinschaft evangelischer Altenhilfe und Pflege (AG EAP) der Diakonie Hessen für Frauenförderung.  

Banice Feth mit Wohnbereichsleitung

Bildunterschrift: Banice Feth, Wohnbereichsleitung und stellvertretende Pflegedienstleitung mit Andras Peterfi, stellvertretender Wohnbereichsleitung AGAPLESION HAUS SAALBURG

Cornelia Sciborski mit zwei Mitarbeiter:innen

Bildunterschrift: Cornelia Sciborski (Mitte), Pflegedienstleitung AGAPLESION SCHWANTHALER CARRÉE, mit zwei Mitarbeiter:innen