Schutzkonzept für Besuche

AGAPLESION MARKUS DIAKONIE

 
1. Zielsetzung / Handlungsgrundlage

Wir verfolgen auch weiterhin das strikte Ziel, ein Infektionsgeschehen in unseren Einrichtungen zu vermeiden und eine damit verbundene Quarantäne zu umgehen. Dies ist uns in den vergangenen Monaten durch stringente Einhaltung von Schutz- und Hygienemaßnahmen, Schulung und Information, sowie konzertiertem Vorgehen auch gelungen.

Mit fortschreitendem Zeitfaktor sind aber auch ethische Prinzipien zu berücksichtigen und wir müssen unsere Bewohnerinnen und Bewohner vor sozialer Isolation, Vereinsamung und dem Vergessen Ihrer sozialen Kontakte bewahren.

Daher begrüßen wir die aktualisierte Zweite Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus und die dort festgeschriebenen Lockerungen zu den Besuchsregelungen, obwohl diese uns als Einrichtung vor eine logistische und administrative Herausforderung stellt.

2. Anwendungsbereich

Alle Einrichtungen der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE gGmbH.
 

3. Verantwortlichkeiten zur Umsetzung/Prozessverantwortlicher

Hausleitungen.
 

4. Durchführung (Ablauf/Prozess)

4.1 Generelle Voraussetzungen

Mit den generellen Voraussetzungen werden die vorherrschenden Grundstrukturen der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE im Rahmen der Umsetzung der aktualisierten Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus beschrieben. Wir richten uns hier streng nach den aktuellen Empfehlungen des RKI, der AGAPLESION Hygiene und den gültigen gesetzlichen Verordnungen.

Die Haus- und/oder  Pflegedienstleitungen prüfen täglich die Inzidenz für Frankfurt auf der Internetseite des HSMI (Hessisches Sozialministerium).

Die Bewohnerbeiräte sind über den Inhalt des Schutzkonzeptes informiert, es gab keine Einwände.

4.1.1 Monitoring

Alle Bewohnerinnen und Bewohner werden täglich anhand einer strukturierten Dokumentation in den einschlägigen Symptomen beobachtet. Ebenso führen alle Mitarbeitenden, Seelsorger*innen und externe Dienstleister*innen (Physiotherapeuten, Fußpfleger etc.)1 der Einrichtung eine tägliche Symptomkontrolle anhand einer strukturierten Dokumentation durch. Zusätzlich besteht die Testverpflichtung aller Mitarbeiter*innen, Seelsorger*innen und externe Dienstleister*innen (Physiotherapeuten, Fußpfleger, etc.) mindestens zwei Mal wöchentlich ein Antigen-Schnelltest durchzuführen und die durchgeführten Testungen zu dokumentieren.

Darüber hinaus werden alle Besucherinnen und Besucher aufgefordert eine tägliche Symptomkontrolle in Eigenverantwortung durchzuführen. Zusätzlich erhält jede Besucherin und jeder Besucher vor jedem Besuch einen Selbstauskunftsbogen zur Datenerfassung gemäß der aktualisierten zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus. Die Bestätigung der eigenen Symptomfreiheit ist von Relevanz. Die ausgefüllten Selbstauskünfte werden vor Besuchsbeginn bei der Verwaltung abgegeben und bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist verwahrt.

4.1.2 Antigen-Schnelltest

Vor Besuchsbeginn führen wir bei jeder Besucherin und jedem Besucher einen Poc-Antigen-Schnelltest durch. Bei negativem Testergebnis kann ein Besuch durchgeführt werden.

4.1.3 Dokumentation der Besuche

Die Dokumentation der einzelnen Besuche erfolgt über hausinterne Terminlisten der jeweiligen Einrichtung. Die dokumentierten Testungen sowie der Selbstauskunftsbögen werden datenschutzkonform in der Einrichtung aufbewahrt.

4.1.4 Corona-Warn-App

Es wird allen Mitarbeitern, sowie Angehörigen und Betreuern dringend empfohlen, die Corona-Warn-App zu laden, um hier von den Rückschlüssen zum persönlichen Infektionsrisiko zu profitieren. Diese App stellt eine Ergänzung zu dem oben beschriebenen Monitoring dar.

4.2 Terminvereinbarung

Die Terminvereinbarung erfolgt telefonisch durch die jeweiligen Rufnummern der einzelnen Häuser
der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE gGmbH:

  • AGAPLESION HAUS SAALBURG: (069) 20 45 76 – 40 31
  • AGAPLESION OBERIN MARTHA KELLER HAUS: (069) 60 90 6 – 761
  • AGAPLESION SCHWANTHALER CARRÉE: (069) 20 45 60 – 10 65

Die vereinbarten Termine werden in einer hausinternen Liste erfasst. Diese Liste wird tagesaktuell für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege und sozialen Betreuung auf den Wohnbereichen ausgehängt oder ist elektronisch zentral abgelegt.

Besuchstermine müssen bis 12:00 Uhr am Vortag angemeldet werden. Ein Besuch ohne vorhergehende Anmeldung ist nur in Absprache mit der jeweiligen Haus- und/oder Pflegedienstleitung möglich.

4.3 Terminslots (Zeitfenster)

Die aktuellen Zeitfenster für Besucherinnen und Besucher orientieren sich an dem aktuellen Infektionsgeschehen und können je Haus variieren.
Zutritt zur Einrichtung wird nur nach vorheriger Terminvereinbarung gewährt und richtet sich nach den hausspezifischen organisatorischen Abläufen sowie der aktuellen personellen Situation. Während der Pflege-, Mahl- und Ruhezeiten sind Besuche nicht möglich.

4.4 Ablauf des Besuches

Wenn der Termin telefonisch vereinbart wurde und ansteht, wird die Besucherin bzw. der Besucher an der Haupteingangstür in Empfang genommen. Dort wird zunächst ein Poc-Antigen-Schnelltest durchgeführt. Bei negativem Testergebnis erhält jede Besucherin und jeder Besucher eine von der Einrichtung gestellte oder akzeptierte FFP-2-, KN95- oder N95-Maske, wird in die vorherrschenden Abstands- und Hygieneregeln und das Anlegen der FFP-2-, KN95- oder N95-Maske eingewiesen und füllt eine von uns zur Verfügung gestellte Selbstauskunft aus.

Anschließend erhält die Besucherin bzw. der Besucher Zutritt zu der Einrichtung und wird für den Besuch auf den entsprechenden Wohnbereich weitergeleitet oder er wird zum Seitenausgang weitergeleitet, wo er die Bewohnerin bzw. den Bewohner zu einem gemeinsamen Spaziergang in Empfang nehmen kann.

Der Wunsch für Spaziergänge im Park muss bei Terminanmeldung bekanntgegeben werden, damit die Bewohnerin bzw. der Bewohner, wenn notwendig, von der Pflege in den Rollstuhl transferiert werden kann. Auch bei Spaziergängen sind die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten.

Maximal zwei Besucherinnen bzw. Besucher sind pro Besuch gestattet. Besuche in voll belegten Doppelzimmern erfolgen zeitversetzt. Eine abweichende, individuelle Regelung ist mit der Hausleitung zu vereinbaren. 

Gerne ermöglichen wir Besuche in den jeweiligen Bewohnerzimmern. Die Zimmergröße ist ausreichend um die Abstandsregelung einzuhalten. Wir stellen Materialien zur Desinfektion der Kontaktflächen zur Verfügung.

Der Aufenthalt in den halböffentlichen Bereichen, sowie der Kontakt zu anderen Bewohnerinnen und Bewohner, sind jedoch nicht gestattet. Auch das gemeinsame Einnehmen von Mahlzeiten ist nicht möglich.

4.5 Zusammenfassung Schutzkonzept Besuche

Der nachfolgende Plan regelt unsere Maßnahmen zur Umsetzung der Besuche. Dieser Plan orientiert sich anhand der Inzidenzzahl für die Stadt Frankfurt am Main.

4.6 Mitgebrachtes durch Angehörige

Eine gemeinsame Einnahme von Speisen ist während des Besuchs im Haus nicht gestattet.

Das Mitbringen von Geschenken ist erlaubt.

4.7 Hygiene

Auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wird durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geachtet, jedoch spielt zukünftig auch die Compliance der Angehörigen und Besucherinnen und Besucher in Bezug auf die Abstandsregeln eine größere Rolle. Zudem erhoffen wir uns, eine Kooperation mit den Angehörigen, in Zusammenhang mit der derzeit empfohlenen Teststrategie.

Nur durch das Bewusstsein über die eigene Verantwortung können wir zukünftig das Ziel der Infektionsvermeidung erreichen. Dies ist allein mit Geboten durch die Einrichtung nicht möglich.

Insbesondere ist vor Betreten und Verlassen der Einrichtung bzw. des Raumes eine fachgerechte Händedesinfektion vorzunehmen. Wenn eine fachgerechte Händedesinfektion im Bewohnerzimmer von allen Beteiligten erfolgt, kann von der Einhaltung des Mindestabstands abgesehen werden. In diesem Fall sind körperliche Berührungen erlaubt. Die Verpflichtung eine FFP-2-Maske zu tragen besteht weiterhin.

Ein durchgehendes Tragen einer genormten FFP-2-, KN95- oder N95-Maske ist gemäß aktueller Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus für alle Besucherinnen und Besucher verpflichtend. Weitere Regelungen bezüglich der FFP-2-Maskenpflicht werden individuell, in Absprache mit der Hausleitung, getroffen.

Im Fall eines Verstoßes gegen das vom Haus vorgegebene Schutzkonzept und die vom Haus festgelegten Abläufe und Maßnahmen behält sich die Hausleitung vor, von ihrem Hausrecht gebrauch zu machen und die Besuchsregelung wieder zu verschärfen.

5. Informationspflicht

Wir informieren alle Angehörigen über etwaige Veränderungen der Besuchsregelungen durch die Hessische Landesregierung.

Die Angehörigen und Betreuerinnen und Betreuer informieren uns umgehend über bei sich oder bei den Angehörigen desselben Hausstandes auftretende Symptome und wenn ein Verdacht auf eine CoVid-19 Infektion besteht.

6. Mitgeltende Dokumente

  • AGA WuP HP15 Selbstauskunft Besucher Corona bzw. MDG Selbstauskunft Besucher Corona
  • AGA WuP Testkonzept SARS-CoV-2

7. Gesetzliche Vorgaben


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1 Personengruppen nach §1b Abs.3 gemäß der aktualisierten Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 26. November 2020 in der Fassung vom 08.03.2021